Letzter Elternbrief von Frau Dickhut 28. Februar 2014

2014-02-28 23:59

Liebe Eltern,

heute schreibe ich Ihnen zum letzten Mal einen Elternbrief, denn meine Zeit als Leiterin der Kita Rosenkranz endet jetzt.

Neben den märchenhaften Vorüberlegungen für Fasching stand in den vergangenen Dienstbesprechungen auch die Frage im Mittelpunkt, wie wir uns gemeinsam mit den Kindern auf Ostern vorbereiten können.

In der diesjährigen Fastenzeit wollen wir den Kindern den Zugang zum Vaterunser eröffnen. Das Vaterunser ist das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat. Es ist die Antwort auf die Bitte der Jünger: „Herr, lehre uns beten!“

In diesem Gebet sind Anrufungen und Bitten enthalten, die in einer bestimmten Reihenfolge gesprochen werden und die wir unter folgenden Schwerpunkten mit den Kindern bedenken und erarbeiten wollen.

•    Vater unser im Himmel.  Wir sagen zu Gott VATER. Das bedeutet: Wir sind seine Kinder und untereinander Geschwister. Wir können vertrauensvoll mit Gott sprechen.

•    Geheiligt werde Dein Name.  Sein Name ist heilig. Gott gebührt Lob und Ehre – Anbetung.

•    Dein Reich komme.  In Jesus ist das Reich Gottes zu uns Menschen gekommen. Wir können mithelfen, dass es sich ausbreitet – im Gutsein – in der Liebe.

•    Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.  Wir sollen horchen – gehorchen. „Wie im Himmel so auf Erden“ ist der Grundgedanke des Leitbildes unserer Kindertagesstätte und findet sich z.B. auch in unserem Logo wieder.

•    Unser tägliches Brot gib uns heute. Wir bitten um das tägliche Brot – um alles, was wir heute brauchen.

•    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.  Wir bitten um die Vergebung der Schuld – wir üben uns im Verzeihen.

•    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.  Wir bitten um die Abwendung der Versuchungen und um die Befreiung vom Bösen.

Diese Gedanken und Bilder vom Vater – vom Reich Gottes – vom Horchen und Gehorchen – von Schuld und Vergebung sind unseren Kindern vertraut.

Vor allem in unserem täglichen Morgenkreis und in unseren wöchentlichen Treffen im Raum der Stille soll mit Methoden der Religionspädagogischen Praxis eine persönliche Verknüpfung mit dem Text des Gebetes stattfinden. Primär aber sollen die Kinder durch das Gebet erfahren, wie Gott sich um jeden einzelnen von uns sorgt: Wie ein guter Vater und eine gute Mutter zu den Kindern, so ist Gott zu uns Menschen.

Wir hoffen sehr, dass wir mit der diesjährigen Gestaltung der Fastenzeit dazu beitragen, dass Ihre Kinder mit dem Gebet des Herrn – dem Vaterunser – vertraut werden. Wenn wir das Vaterunser in Gemeinschaft beten – hier in der Kita und zuhause in der Familie – dann erfahren wir auch die Verbundenheit mit allen Christen auf der ganzen Welt.  

Liebe Eltern, nun verabschiede ich mich als Leiterin, freue mich aber zugleich, dass ich noch bis Ende März gemeinsam mit Frau Marcinkowski, der neuen Leiterin, in der Kita tätig sein kann.

In herzlicher Verbundenheit grüße ich Sie

Ihre Beate Dickhut

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