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…und Gott schuf den Menschen…

2012-10-07 12:34

Im Rahmen unseres Themas „die Schöpfung“, das in Verbindung mit unserem diesjährigen Erntedankfest im Mittelpunkt unserer Arbeit mit den Kindern steht, beschäftigten wir uns mit dem menschlichen Leben.

 

Unter der Fragestellung: „Wer sind wir, und wo kommen wir her“? haben wir uns zunächst mit dem Ursprung allen Lebens beschäftigt. Gott ist der Ursprung allen Lebens, er hat den Menschen als Krone seiner Schöpfung geschaffen und ihm die ganze Welt als Lebensraum anvertraut.


Im Vorfeld unseres Projektes erklärte sich eine schwangere Kita-Mutter bereit,  im Beisein der Vorschulkinder eine Ultraschalluntersuchung vornehmen zu lassen. Frau Dr. Völker (auch eine Kita-Mutter), die als Gynäkologin im Gertraudenkrankenhaus tätig ist, signalisierte, dass eine solche Untersuchung in ihrer Klinik möglich sei. Nachdem ein Termin gefunden war, haben wir uns im Blick auf die einmalige Möglichkeit, bei einer Ultraschalluntersuchung dabei zu sein, in intensiven Gesprächen entsprechend vorbereitet. Auf die Frage, ob ein Kind im Mutterleib schon Leben sei, kam von einem Kind die Antwort: „Nein, denn es ist ja noch nicht auf der Welt“.   


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Am 26.09.12 machten sich 18 Vorschulkinder mit Frau Milanovic, Frau Dickhut und der schwangeren Mutter voller Erwartung auf den Weg ins Gertraudenkrankenhaus. Dort angekommen, wurden wir von Frau Dr. Völker und den Stationsschwestern sehr herzlich empfangen. Frau Dr. Völker erklärte den Kindern Sinn und Zweck einer Ultraschalluntersuchung und bereitete die Kinder sehr einfühlsam auf das kommende Geschehen vor. Nachdem die Vorbereitung für die Untersuchung bei der schwangeren Mutter getätigt war, startete mit erklärenden Worten durch Frau Dr. Völker der Ultraschall. Gebannt und fasziniert schauten die Kinder auf den Monitor und konnten ein lebhaftes Kind beobachten, das Arme und Beine bewegte. Deutlich waren Kopf, Augen, Nase, Nabelschnur, Wirbelsäule und sogar der Penis zu sehen. Dass das Baby ein Junge ist, wurde bei vorherigen Ultraschalluntersuchungen schon festgestellt. Anhand dieser faszinierenden Bilder war nun allen Kindern klar, dass ein noch ungeborenes Kind bereits am Leben ist und geschützt werden muss. Während die meisten Kinder sprachlos über das Geschehen am Monitor waren, brachten einige Kinder zum Ausdruck, dass sie sich überhaupt nicht vorstellen können, so im Bauch ihrer Mutter gelebt zu haben.

 

Nach der Ultraschalluntersuchung bei der schwangeren Mutter durfte nun jedes Kind eine Untersuchung an Hals, Arm oder Hand vornehmen lassen. Auch dies war für die Kinder sehr interessant, vor allem auch, weil Frau Dr. Völker von dem „Innenleben“ der Kinder ein Ultraschallbild ausdruckte.


Nach dem Erlebnis der Ultraschalluntersuchung kam ein weiterer Höhepunkt: Der Besuch im Kreissaal und auf der Entbindungsstation. Hier wurden wir von Frau Dr. Spethmann (eine weitere Kita-Mutter) empfangen. Frau Dr. Spethmann hat uns durch ihre einfühlenden Erklärungen mit dem Leben und der Faszination einer Entbindungsstation vertraut gemacht. Interessant für die Kinder waren die einzelnen Räume im Kreissaal, wobei die große Wanne, in der die Frauen ihr Kind im Wasser zur Welt bringen können, absoluter Anziehungspunkt war. Die Kinder durften einzeln in die Wanne steigen und hatten dabei großen Spaß. Im Anschluss an die Besichtigung des Kreissaales hatten wir sogar die Möglichkeit, eine Mutter und ihr neugeborenes Baby auf ihrem Zimmer zu besuchen. Vor allem das Baby hat die fast ehrfurchtsvolle Aufmerksamkeit und Bewunderung der Kinder ausgelöst. Voller Stolz berichtete Elisabeth, dass sie auf dieser Station geboren wurde und sogar „ihre“ Hebamme anwesend war.


Am Ende unseres Besuches hat jedes Kind noch ein Armband bekommen, das dem neugeborenen Kind unmittelbar nach der Geburt mit seinem Namen versehen um das Handgelenk gebunden wird. Die Mädchen bekamen ein rosa und die Jungen ein blaues Band.

Nach all den eindrücklichen Erlebnissen verabschiedeten wir uns mit einem herzlichen Dank und einem kräftigen Applaus für die liebevolle Führung und Begleitung.


Nachbereitung in der Kita/O-Ton der Kinder


Frage: Könnt ihr euch vorstellen, wie Frauen sich im Kreissaal fühlen?

Konstantin W.: Ich glaube gut, weil die Räume und die Wandbemalung so schön sind.

 

Frage: Was habt ihr als sehr schön erlebt?

Clara: Ich fand das Gerät toll, mit dem wir das Baby sehen konnten. Das Baby war so süß.

Helena: Ein Bild von meinem Arm und die Wannen.

Sika: Die Badewanne

Paula: Auch die Badewanne

Marcin: Das Ultraschall mit meinem Daumen

Mathilda: Das Baby, weil es so klein war

Ruben: Die Badewanne, weil an einer Seite konnte man so schön rutschen

Gloria: die Badewannentür

Niklas: Die Geschenke

Konstantin W.: Wir ein Ultraschall angeguckt haben, das Herz und das Baby war süß und das Babyhalten war auch schön.

Hannah: Da konnte man den Herzschlag hören von Kind und Mutter

Lukas: Die Badewanne, weil man die Tür aufmachen konnte

Isabell: Die war so groß

Konstantin K.: Die Badewanne

Hannah: Ich fand das Baby schön, ein Mädchen, weil das war so klein

Antonio: Das Baby kann im Wasser zur Welt kommen

 

Mit diesen und weiteren Fragen haben wir uns in der Nachbereitung beschäftigt.

 

Fazit der beteiligten Erwachsenen: Das Projektziel, in den Kindern Ehrfurcht und Achtung für das Wunder des Lebens zu wecken, war spürbar zu erkennen. Nicht zuletzt konnte vermittelt werden, dass jedes Leben – auch das ungeborene – unseres Schutzes bedarf.


Beate Dickhut

 

 

Bilder vom Besuch im Gertraudenkrankenhaus gibt es in der Bildergalerie.

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